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BRAK: Rechtsanspruch auf Abschiebehaft–Beistand beibehalten!

BRAK: Rechtsanspruchs auf anwaltliche Unterstützung in Abschiebehaft muss in einem Rechtsstaat erhalten bleiben!

Abschiebehaft-Beistände müssen erhalten bleiben

§ 62d AufenthaltsG regelt, dass noch nicht anwaltlich vertretenen Ausreisepflichtigen im Falle der Verhaftung zur Durchsetzung ihrer Ausreise ein anwaltlicher Beistand zu bestellen ist, soweit ein solcher nicht bereits besteht.

Der Bundesrechtsanwaltskammer ist zu Ohren gekommen, dass die Bundesregierung bereits in der kommenden Woche über die Aufhebung dieser Regelung beraten will. Die BRAK stellt sich mit klaren Worten gegen dieses Ansinnen:

Die BRAK sieht in Aufhebung des Rechts auf Abschiebehaftbeistand die Abschaffung rechtsstaatlicher Grundsätze.

Die Presseerklärung stellt heraus, dass rechtswidrige Inhaftierungen keine Kleinigkeit und leider auch keine Seltenheit sind. In einem Rechtsstaat dürfen sie auch nicht einfach hingenommen werden, es ist vielmehr eben durch anwaltlichen Beistand sicherzustellen, dass Menschen sich gegen eine möglicherweise rechtswidrige Inhaftierung wehren können. Die Regelung hat eine Regelungslücke und eklatante Lücke in der Rechtsstaatlichkeit beseitigt, die Abschaffung des § 62d AufenthaltsG wäre damit eklatant rechtsstaatswidrig.

Wir verlinken BRAK-Pressererklärung Nr. 15 und zitieren Leonora Holling, Schatzmeisterin der Bundesrechtsanwaltskammer:

„Pflichtanwaltliche Vertretung in Fällen von Abschiebehaft als Ideologie zu bezeichnen, halte ich nicht nur für fragwürdig, sondern für mit einem Rechtsstaat gänzlich unvereinbar! Die Abschiebehaft ist ein massiver Einschnitt und Eingriff, bei dem eine Notwendigkeit anwaltlicher Beratung besteht. Rechtswidrige Inhaftierungen sind alles andere als selten!“

Update – 04.12.2025 | Statement des DAV-Präsidenten Stefan von Raumer

Auszug aus dem Statement des DAV-Präsidenten Stefan von Raumer:

„Wer behauptet, anwaltliche Unterstützung mache Abschiebungen unmöglich, räumt im Grunde ein, dass die Verfahren oft rechtsfehlerhaft sind.“

Das gesamte Statement ist asbolut lesenswert, die mitgeteilte Statistik, dass über die Hälfte der Inhaftierungen rechtswidrig erfolgt, ist erschütternd.

Hintergrund: Das Rückführungsverbesserungsgesetz

Mit dem Gesetz zur Verbesserung von Rückführungen (Rückführungsverbesserungsgesetz) wurde am 27.02.2024 erstmals ein Rechtsanspruch auf anwaltliche Unterstützung im Falle der Ingewahrsamnahme in Abschiebehaft begründet. Ein überfälliger Schritt in einem Rechtsstaat, der rechtswidrige Inhaftierungen nicht einfach ignorieren darf und deshalb Hilfsangebote bereitstellen muss.

Die BRAK berichtete in einem  Beitrag über das damals neue Gesetz.

Suchseiten Abschiebehaft-Beistände

Unterseite Abschiebehaft-Beistände

Um den Rechtsanspruch aus dem Rückführungsverbesserungsgesetz praktisch durchsetzbar zu machen, hat die RAK Freiburg eine Suchseite erstellt, auf der alle Mitglieder aufgelistet werden, die sich als Beistände in Abschiebehaft-Sachen anbieten.

Suchkriterium in der Anwaltssuche

Seit dem 15.02.2024 ist ein entsprechendes Suchfeld Abschiebehaft-Beistand in der Anwaltssuche integriert, die direkte Suche über die Seite Abschiebehaft-Beistände ist aber deutlich einfacher.

RAKtuell

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09.01.2026: Freispruch für Kammervorstand von Istanbul

Erleichterung bei den zahlreichen internationalen Vertretern der Anwaltschaft über den – unerwarteten – Freispruch in Silivri

Kammerwesen

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Auf ein Neues in 2026!

Wir wünschen ein frohes neues Jahr 2026! Auf ein paar Dinge aus dem Jahr 2025 blicken wir bereits jetzt zurück.

Justitia mit Podcast-Mikrofon

Rechtspolitik

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VerfGH Baden-Württemberg ebnet Weg zu Videoverhandlung

Der Verfassungsgerichtshof des Landes Baden-Württemberg ebnet voraussichtlich den Weg für eine Videoverhandlung am AG Freiburg

rakfreiburg auf instagram

Zur LEGAL ASSISTANT-Kampagne hat die RAK Freiburg einen instagram-Auftritt gestartet. Wir experimentieren noch, wie wir uns präsentieren. Lasst uns Feedback und Kommentare da, wie euch der Auftritt gefällt.

Wir wollen der Generation der zukünftigen Mitarbeiter*innen dort zeigen, welche spannenden juristischen Beruf es gibt, wo sie sich aufhält und instagram ist einer dieser Orte.